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Zum Tod eines Stierkämpfers in der Arena- Ruhe in Frieden, Lorenzo!

#1 von Brigitte 4 , 14.07.2016 20:55

http://www.huffingtonpost.de/bettina-mar...b_10939776.html

Die Nachricht über den erst 29 Jahre alten Torero, der bei einem Stierkampf so schwer verletzt wurde, dass er starb, macht mich sehr betroffen und ich trauere aufrichtig.

Ich trauere um den Stier Lorenzo. Denn er war von Anfang an der Verlierer bei diesem unfairen "Kampf", der keiner war. Er wurde, wie unzählige Stiere, Opfer brutalster Tierquälerei, deren einziger Zweck darin besteht, die blutrünstigen und verrohten Zuschauer zu unterhalten.

Ich weiß nicht, was man ihm angetan hat, nachdem er sich verzweifelt gegen seine Peiniger und die schrecklichen Schmerzen gewehrt hat, die man ihm während des Kampfes zufügte, aber ich weiß, was ihm vor dem Kampf widerfahren ist. Gemessen an dem, was ihm Menschen an Qualen zufügten, ist jeder Tod eine Gnade.

Stiere werden bereits vor dem Kampf gefoltert, um sie für das Spektakel vorzubereiten.
Zwei oder drei Tage vor dem Kampf sperrt man den Stier in einen abgedunkelten Raum, damit er die räumliche und zeitliche Orientierung verliert. Man gibt ihm starke Abführmittel um seinen Körper zu dehydrieren und ihm Kraft und Ausdauer zu nehmen.

Bis zu ihrem "Auftritt" in der Arena werden die Tiere systematisch „demontiert".

Oft bringt man am Bauch und an der Innenseite der Oberschenkel stark ätzende Substanzen an, damit sich die Tiere nicht mehr hinlegen und ruhen können.
Dem an einem Gestell fixierten Stier wird Zeitungspapier, das mit einer Flüssigkeit getränkt ist, tief in die Ohrmuscheln geschoben. Das hat höllische Schmerzen zur Folge und bewirkt, dass er später in der Arena annähernd taub ist. Zusätzlich reibt man ihm Vaseline oder Pfefferspray in die Augen, so dass er fast blind ist und nicht reagieren kann, wenn ein Picador von hinten an ihn heranreitet.

Um die Atmung zu erschweren verstopft man ihm die Nüstern mit Baumwollfetzen. Zum Abschluss der "Vorbereitung" auf den Kampf, treibt man noch Nadeln in die Genitalien, um das von Natur aus viel zu friedliche Tier komplett in die Raserei zu treiben.

Erst jetzt ist der Stier bereit, geschwächt und aggressiv genug für das beliebte Spektakel, das von der jubelnden Menge begleitet wird.

Daher sind meine Gedanken und Segenswünsche bei Lorenzo, dem Stier. Er war das einzige Opfer bei diesem Zwischenfall.

Ruhe in Frieden, Lorenzo...ein Frieden, den Dir die Menschen nicht gewährt haben.
Meine Kerze brennt für Dich!

Traurige Grüße Brigitte


 
Brigitte 4
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