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Ronnys Märchen

#1 von Brigitte 4 , 29.09.2013 13:10

Vor Zeiten lebte eine alte Königin, die war eine Zauberin, und ihre Hündin war das schönste aber auch ängstlichste Hündchen unter der Sonne, sie misstraute sogar ihrem Frauchen. Die Alte dachte aber auf nichts, als wie sie die Menschen und Tiere ins Verderben locken könnte, und wenn ein fescher Rüde kam, so sprach sie, wer ihre Hündin haben wollte, müßte zuvor eine Aufgabe lösen, oder er müßte sterben. Viele waren von der Schönheit der Hündin verblendet und wagten es wohl, aber sie konnten nicht vollbringen, was die Alte ihnen auflegte, und dann war keine Gnade, sie mußten niederknien, und das Haupt ward ihnen abgeschlagen.

Ein Rüde, der hatte auch von der großen Schönheit der Hündin gehört und sprach zu seinem Herrchen: »Laßt mich hinziehen, ich will um sie werben.«

»Nimmermehr«, antwortete das Herrchen, »gehst du fort, so gehst du in deinen Tod.«

Da legte der Rüde Hasso sich nieder und ward sterbenskrank und lag ein ganzes Jahr lang, und kein Arzt konnte ihm helfen. Als das Herrchen sah, daß keine Hoffnung mehr war, sprach er voll Herzenstraurigkeit zu ihm: »Zieh hin und versuche dein Glück, ich weiß dir sonst nicht zu helfen.« Wie der Hasso das hörte, stand er auf von seinem Lager, ward gesund und machte sich fröhlich auf den Weg.

Es trug sich zu, als er über eine Heide zu laufen kam, daß er von weitem auf der Erde etwas liegen sah wie einen großen Heuhaufen, und wie er sich näherte, konnte er unterscheiden, daß es der Bauch eines riesigen Bernhardiners war, der sich dahingestreckt hatte; der Bauch aber sah aus wie ein kleiner Berg. Der Dicke, wie er den Reisenden erblickte, richtete sich in die Höhe und sprach: »Wenn Ihr jemand braucht, so nehmt mich in Eure Dienste.«

Der Hasso antwortete: »Was soll ich mit einem so ungefügen Kerl anfangen?«

»Oh«, sprach der Dicke, »das will nichts sagen, wenn ich mich recht auseinander tue, bin ich noch dreitausendmal so dick.«

»Wenn das ist«, sagte der Hasso, »so kann ich dich brauchen, komm mit mir.«

Da ging der dicke Bernhardiner hinter dem Hasso her, und über eine Weile fanden sie einen andern, der lag da auf der Erde und hatte das Ohr auf den Rasen gelegt. Fragte der Hasso: »Was machst du da?«

»Ich horche«, antwortete der Hütehund.

»Wonach horchst du so aufmerksam?«

»Ich horche nach dem, was eben in der Welt sich zuträgt, denn meinen Ohren entgeht nichts, das Gras sogar hör ich wachsen.

Fragte der Hasso: »Sage mir, was hörst du am Hofe der alten Königin, welche die schöne Hündin hat?«

Da antwortete er: »Ich höre das Schwert sausen, das einem Freier den Kopf abschlägt.« Der Hasso sprach: »Ich kann dich brauchen, komm mit mir.« Da zogen sie weiter und sahen einmal ein Paar Pfoten da liegen und auch etwas von den Beinen, aber das Ende konnten sie nicht sehen. Als sie eine gute Strecke fortgegangen waren, kamen sie zu dem Leib und endlich auch zu dem Kopf. »Ei«, sprach der Hasso, »was bist du für ein langer Strick!«

»Oh«, antwortete der lange Windhund, »das ist noch gar nichts, wenn ich meine Gliedmaßen erst recht ausstrecke, bin ich noch dreitausendmal so lang und bin größer als der höchste Berg auf Erden. Ich will Euch gerne dienen, wenn Ihr mich annehmen wollt.«

»Komm mit«, sprach der Hasso, »ich kann dich brauchen.«

Sie zogen weiter und fanden einen am Weg sitzen, der hatte die Augen zugebunden. Sprach der Hasso zu ihm: »Hast du blöde Augen, daß du nicht in das Licht sehen kannst?«

»Nein«, antwortete der Königspudel, »ich darf die Binde nicht abnehmen, denn was ich mit meinen Augen ansehe, das springt auseinander, so gewaltig ist mein Blick. Kann Euch das nützen, so will ich Euch gern dienen.«

»Komm mit«, antwortete der Rüde, »ich kann dich brauchen.« Sie zogen weiter und fanden einen Pinscher, der lag mitten im heißen Sonnenschein und zitterte und fror am ganzen Leibe, so daß ihm kein Glied stillstand. »Wie kannst du frieren?« sprach der Hasso, »und die Sonne scheint so warm.«

»Ach«, antwortete der Pinscher, »meine Natur ist ganz anderer Art, je heißer es ist, desto mehr frier ich, und der Frost dringt mir durch alle Knochen. Und je kälter es ist, desto heißer wird mir. Mitten im Eis kann ich's vor Hitze und mitten im Feuer vor Kälte nicht aushalten.«

»Du bist ein wunderlicher Kerl«, sprach der Hasso, »aber wenn du mir dienen willst, so komm mit.« Nun zogen sie weiter und sahen einen Mann stehen, der machte einen langen Hals, schaute sich um und schaute über alle Berge hinaus. Sprach der Hasso: »Wonach siehst du so eifrig?«

Der Afghanen Hund antwortete: »Ich habe so helle Augen, daß ich über alle Wälder und Felder, Täler und Berge hinaus und durch die ganze Welt sehen kann.« Der Hasso sprach: »Willst du, so komm mit mir, denn so einer fehlte mir noch.«

Nun zog der Hasso mit seinen sechs Dienern in die Stadt ein, wo die alte Königin lebte. Er sagte nicht, wer er wäre, aber er sprach: »Wollt Ihr mir Eure schöne Hündin geben, so will ich vollbringen, was Ihr mir auferlegt.« Die Zauberin freute sich, daß ein so schöner Rüde wieder in ihre Netze fiel, und sprach: »Dreimal will ich dir eine Aufgabe aufgeben, lösest du sie jedesmal, so sollst du der Herr und Gemahl meiner Hündin werden.«

»Was soll das erste sein?« fragte er.

»Daß du mir einen Ring herbeibringst, den ich ins Rote Meer habe fallen lassen.« Da ging der Hasso heim zu seinen Dienern und sprach: »Die erste Aufgabe ist nicht leicht, ein Ring soll aus dem Roten Meer geholt werden, nun schafft Rat.« Da sprach der mit den hellen Augen: »Ich will sehen, wo er liegt«, schaute in das Meer hinab und sagte: »Dort hängt er an einem spitzen Stein.« Der Lange trug sie hin und sprach: »Ich wollte ihn wohl herausholen, wenn ich ihn nur sehen könnte.«

»Wenn's weiter nichts ist«, rief der Dicke, legte sich nieder und hielt seine Schnauze ans Wasser. Da fielen die Wellen hinein wie in einen Abgrund, und er trank das ganze Meer aus, daß es trocken ward wie eine Wiese. Der Lange bückte sich ein wenig und holte den Ring mit der Pfote heraus. Da ward der Hasso froh, als er den Ring hatte, und brachte ihn der Alten.

Sie erstaunte und sprach: »Ja, es ist der rechte Ring. Die erste Aufgabe hast du glücklich gelöst, aber nun kommt die zweite. Siehst du, dort auf der Wiese vor meinem Schlosse, da weiden dreihundert fette Ochsen, die mußt du mit Haut und Haar, Knochen und Hörnern verzehren. Und unten im Keller liegen dreihundert Fässer Wein, die mußt du dazu austrinken, und bleibt von den Ochsen ein Haar und von dem Wein ein Tröpfchen übrig, so ist mir dein Leben verfallen.«

Sprach der Hasso: »Darf ich mir keine Gäste dazu laden? Ohne Gesellschaft schmeckt keine Mahlzeit.«

Die Alte lachte boshaft und antwortete: »Einen darfst du dir dazu laden, damit du Gesellschaft hast, aber weiter keinen.«

Da ging der Hasso zu seinen Dienern und sprach zu dem Dicken: »Du sollst heute mein Gast sein und dich einmal satt essen.« Da tat sich der Dicke voneinander und aß die dreihundert Ochsen, daß kein Haar übrigblieb, und fragte, ob weiter nichts als das Frühstück da wäre. Den Wein aber trank er gleich aus den Fässern, ohne daß er ein Glas nötig hatte, und trank den letzten Tropfen vom Nagel herunter.

Als die Mahlzeit zu Ende war, ging der Hasso zur Alten und sagte ihr, die zweite Aufgabe wäre gelöst. Sie verwunderte sich und sprach: »So weit hat's noch keiner gebracht, aber es ist noch eine Aufgabe übrig«, und dachte: Du sollst mir nicht entgehen und wirst deinen Kopf nicht oben behalten. »Heute abend«, sprach sie, »bring ich meine Hündin zu dir in deine Kammer, und du sollst sie mit deinen Pfoten umschlingen. Und wenn ihr da beisammen sitzt, so hüte dich, daß du nicht einschläfst. Ich komme Schlag zwölf Uhr, und ist sie dann nicht mehr in deinen Pfoten, so hast du verloren.« Der Hasso dachte: Der Bund ist leicht, ich will wohl meine Augen offen behalten, doch rief er seine Diener, erzählte ihnen, was die Alte gesagt hatte, und sprach: »Wer weiß, was für eine List dahintersteckt, Vorsicht ist gut, haltet Wache und sorgt, daß die Hündin ,Engieso hieß das schöne Hündchen, nicht wieder aus meiner Kammer kommt.«

Als die Nacht einbrach, kam die Alte mit ihrer Hündin und führte sie in die Pfoten des Rüden, und dann schlang sich der Lange um sie beide in einen Kreis, und der Dicke stellte sich vor die Türe, also daß keine lebendige Seele herein konnte. Da saßen sie beide, und die Engie sprach kein Wort, aber der Mond schien durchs Fenster auf ihr Angesicht, daß er ihre wunderbare Schönheit sehen konnte. Er tat nichts als sie anschauen, war voll Freude und Liebe, und es kam keine Müdigkeit in seine Augen.

Das dauerte bis elf Uhr, da warf die Alte einen Zauber über alle, daß sie einschliefen, und in dem Augenblick war auch die Engie entrückt.

Nun schliefen sie hart bis ein Viertel vor zwölf, da war der Zauber kraftlos, und sie erwachten alle wieder.

»O Jammer und Unglück«, rief der Hasso, »nun bin ich verloren!« Die treuen Diener fingen auch an zu klagen, aber der Horcher sprach: »Seid still, ich will horchen«, da horchte er einen Augenblick, und dann sprach er: »Sie sitzt in einem Felsen dreihundert Stunden von hier und bejammert ihr Schicksal. Du allein kannst helfen, Langer, wenn du dich aufrichtest, so bist du mit ein paar Schritten dort.«

»Ja«, antwortete der Lange, »aber der mit den scharfen Augen muß mitgehen, damit wir den Felsen wegschaffen.« Da huckte der Lange den mit den verbundenen Augen auf, und im Augenblick, wie man eine Hand umwendet, waren sie vor dem verwünschten Felsen. Alsbald nahm der Lange dem andern die Binde von den Augen, der sich nur umschaute, so zersprang der Felsen in tausend Stücke. Da nahm der Lange die Jungfrau auf den Arm, trug sie in einem Nu zurück, holte ebensoschnell auch noch seinen Kameraden, und eh es zwölfe schlug, saßen sie alle wieder wie vorher und waren munter und guter Dinge.

Als es zwölf schlug, kam die alte Zauberin herbeigeschlichen, machte ein höhnisches Gesicht, als wollte sie sagen: »Nun ist er mein«, und glaubte, ihre Hündin säße dreihundert Stunden weit im Felsen. Als sie aber ihre Hündin in den Pfoten des Rüdens erblickte, erschrak sie und sprach: »Da ist einer, der kann mehr als ich.« Aber sie durfte nichts einwenden und mußte ihm die Hündin zusagen. Da sprach sie ihr ins Ohr: »Schande für dich, daß du gemeinem Volk gehorchen sollst und dir einen Gemahl nicht nach deinem Gefallen wählen darfst.«

Da ward das stolze Herz der Hündin mit Zorn erfüllt und sann auf Rache. Sie ließ am andern Morgen dreihundert Malter Holz zusammenfahren und sprach zu dem Hasso, die drei Aufgaben wären gelöst, sie würde aber nicht eher seine Gemahlin werden, bis einer bereit wäre, sich mitten in das Holz zu setzen und das Feuer auszuhalten. Sie dachte, keiner seiner Diener würde sich für ihn verbrennen und aus Liebe zu ihr würde er selber sich hineinsetzen und dann wäre sie frei. Die Diener aber sprachen: »Wir haben alle etwas getan, nur der Frostige noch nicht, der muß auch daran«, setzten ihn mitten auf den Holzstoß und steckten ihn an. Da begann das Feuer zu brennen und brannte drei Tage, bis alles Holz verzehrt war, und als die Flammen sich legten, stand der Frostige mitten in der Asche, zitterte wie ein Espenlaub und sprach: »Einen solchen Frost habe ich mein Lebtage nicht ausgehalten, und wenn er länger gedauert hätte, so wäre ich erstarrt.«

Nun war keine Ausflucht mehr zu finden, die schöne Hündin mußte den unbekannten Jüngling zum Gemahl nehmen. Als sie aber nach der Kirche fuhren, sprach die Alte: »Ich kann die Schande nicht ertragen«, und schickte ihr Kriegsvolk nach, das sollte alles niedermachen, was ihm vorkäme, und ihr die Tochter zurückbringen. Der Horcher aber hatte die Ohren gespitzt und die heimlichen Reden der Alten vernommen.

»Was fangen wir an?« sprach er zu dem Dicken, aber der wußte Rat, spie einmal oder zweimal hinter dem Wagen einen Teil von dem Meereswasser aus, das er getrunken hatte, da entstand ein großer See, worin die Kriegsvölker steckenblieben und ertranken. Als die Zauberin das vernahm, schickte sie ihre geharnischten Reiter, aber der Horcher hörte das Rasseln ihrer Rüstung und band dem einen die Augen auf, der guckte die Feinde ein bißchen scharf an, da sprangen sie auseinander wie Glas. Nun fuhren sie ungestört weiter, und als die beiden in der Kirche eingesegnet waren, nahmen die sechs Diener ihren Abschied und sprachen zu ihrem Herrn: »Eure Wünsche sind erfüllt. Ihr habt uns nicht mehr nötig, wir wollen weiter ziehen und unser Glück versuchen.

Eine halbe Stunde vor dem Schloß war ein Dorf, vor dem hütete ein Schweinehirt seine Herde. Wie sie dahin kamen, sprach er zu seiner Frau: »Weißt du auch recht, wer ich bin? Ich bin kein vornehmer Hund, sondern ein Schweinehirt, schon mein Vater hütete hier die Schweine. Wir zwei müssen auch daran und ihm helfen hüten.« Dann stieg er mit ihr in das Wirtshaus ab und sagte heimlich zu den Wirtsleuten, in der Nacht sollten sie ihr königliches Halsband wegnehmen. Wie sie nun am Morgen aufwachte, hatte sie nichts anzutun, und die Wirtin gab ihr einen alten Strick, dabei tat sie noch, als wär's ein großes Geschenk, und sprach: »Wenn nicht Eurer Mann wäre, hätt ich's Euch gar nicht gegeben.« Da glaubte sie, er wäre wirklich ein Schweinehirt, und hütete mit ihm die Herde und dachte: Ich habe es verdient mit meinem Übermut und Stolz. Das dauerte acht Tage, da konnte sie es nicht mehr aushalten, denn die Füße waren ihr wund geworden. Da kamen ein paar Leute und fragten, ob sie wüßte, wer ihr Mann wäre.


 
Brigitte 4
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RE: Ronnys Märchen

#2 von Brigitte 4 , 29.09.2013 13:14

Ja sagte da Engie, der Schweinehirte hier vom Ort, da lachten die Katzen . Engie aber weinte bittere Tränen und dachte sich warum musste das alles so geschehen? Ich will von diesem Tage an ein anständiges Hündchen sein nie mehr hochnäsig oder falsch, nie mehr will ich mit meinem Frauchen gemeinsame Sache machen, alles soll gut werden ,denn ich liebe Hasso. Doch die Katzen Susi und Strolch machten ihr Mut und Hoffnung, das alles gut werden wird. Nur es wurde nichts gut, Hasso starb ohne das er die Hochzeitsnacht je erlebt hatte und so weh klagte Engie :


Ich vermisse Dich, mein Hasso



Du, mein Hasso, bist tot und ich bin still,
weil mein Herz das einfach nicht überwinden will.

Ich vermisse Dich an jedem Tag,
das ist eine große Last, die ich in mir trag.

Ich habe über Deinen Tod schon viel geweint,
denn Du warst einfach mein Kumpel, mein Freund.

Meine Gedanken an Dich sind unermesslich,
denn Deine Art war einfach unvergesslich.

Mit Dir habe ich so viel Zeit verbracht
und des Öfteren über Deine Späße gelacht.

Ich erzählte Dir all meine Sorgen
und fühlte mich bei Dir geborgen.

Ich hatte Dir so viel zu sagen
an manchen schlechten Tagen.

Du warst für mich ein Lichtblick in dieser Welt
und nicht aufzuwiegen mit viel Geld.

Du warst mir immer sehr treu,
worüber ich mich auch heute noch freu.

Nun hast Du mich verlassen und ich bin noch hier,
ach wärst Du doch noch bei mir, mein treuer Mann.

Du, mein bester Freund, bist nun für mich verloren
und stehst schon im Tierparadies vor den Toren.

Doch Susi legte sanft die Pfote um Engie und sagte komm wir ziehen weiter uns hält hier auch nichts mehr.....da liefen Engie , Susi und Strolch einen engen Weg entlang......da flog auf einmal ein Drache über ihren Köpfen und......


 
Brigitte 4
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RE: Ronnys Märchen

#3 von Brigitte 4 , 29.09.2013 13:18

ergriff die zu Tod erschrockene Drei und trug es hinab in die Hölle. Denn der Drache ist niemand anderes gewesen als der Teufel.

Die böse Königin war ganz erschrocken, als sie erfuhr, der Höllendrache habe ihre Hündin entführt, und schrieb aus, dass er dem, der ihr seine Hündin aus der Hölle erlöse, ihr Königreich verspräche und die Pfote seiner Hündin.

Da sind wohl viele gekommen und haben es versucht, bis zur Hölle vorzudringen, aber keiner fand trotz aller Mühen den Weg dahin.

Eines Tages nun kam der brave Rüde eine armen Witwe, die in großer Not war, und meldete sich bei der Königin . Er wolle es

versuchen, ihr Hündin zu erlösen. Die Königin wiederholte auch ihm das Versprechen, und der junge Rüde machte sich auf die Suche.

Als er so dahinging und alle, die ihm begegneten, fragte: "Ist das der rechte Weg zur Hölle?" kam er zu einem alten hässlichen Weiberl, das war so schwach, dass er vergaß, es zu fragen. Doch sie fragte ihn: "Wo aus, wo ein? Wohin führt dein Weg?"

"Ei, ich soll zur Hölle gehen", sagte er, "und finde den Weg nicht.

"Freunderl, das glaub ich dir gern", meinte darauf das Weiberl, "wenn du in die Hölle willst kommen, musst du dies Stöckerl mitnehmen, das ich da unter der Kraxen trage. Dann kommst du zu einem schwarzen Hahn, der auf der Gasse vor einem Haus steht; dem muss du nachrennen und eine Feder ausreißen. Dann wirst du einen schwarzen Bock antreffen. der wird wohl stoßen; aber du musst ihm eine Bartborste ausreißen. Das Weitere wirst du dann schon selber sehen."

Darauf hat sie ihm das Stöckerl gegeben, er hat ihr noch danken wollen, aber sie ist schnell fortgegangen. Und nachgehen hat er ihr nicht können, das hat das Stöckerl nicht erlaubt. Das hat ihm den Weg angegeben, und so ist er auf seiner Reise zu einem Bauernhaus gekommen, davor ist ein schwarzer Hahn gestanden. Kaum aber sah er den Wanderer mit dem Stöcklein, da begann er zu flüchten, schlug mit den Flügeln und lief davon. Doch der Höllensucher war schnel1er und holte den Hahn bald ein; und der Hahn mochte zetern, was er wollte, er raufte ihm eine schwarze Feder aus. Ein paar Schritte ging er weiter und steckte sich die schwarze Feder in seine Packtasche. Da stand mitten auf dem Weg ein schwarzer Bock, den gehörnten Kopf zu Boden gesenkt, und ehe der Höllensucher sich versah, hatte ihn das wilde Tier über den Haufen gerannt. Doch er ließ sich's nicht verdrießen, sondern stand wieder auf, und als der Bock wieder losstürmte, erfasste er ihn beim Barte, und wohl die Hälfte blieb in seinen Händen. Der Bock aber lief meckernd weiter, dem Hause zu. Vom Barte suchte Tammy sich nun die schönste Borste aus und tat sie mit der schwarzen Feder in seinen Rucksack das Stöckerl trug er in der Schnauze und ging lustig darauf los. So kam er zum Höllentor; doch war dies zu seinem Leidwesen geschlossen.

Was nun tun?

"Ach", dachte er sich, "ich versuche es mit dem Staberl", und schlug damit ans Tor. Da flog es auch schon angelweit auf, und der Torwächter trat unter den Torbogen.

"Was willst?" fuhr in das rote Mandle an, "du hast so stürmisch am Höllentor geklopft! Hast du eine Anweisung?"

Da griff der Tammy nach dem Rucksack und hielt dem Wächter die Feder vom schwarzen Hahn und die Borste vom schwarzen Bock unter die Nase, worauf dieser ein "Passiert" knurrte und ihm den Weg freigab. Wohin aber nun?

Drei Wege führten hinein in die Hölle. "Sie ist eine Prinzessin", dachte Tammy, "wird wohl der mittlere der rechte sein", und als er das Stöckerl fragte, wies es ihm auch den mittleren Weg. Dort kam er in ein Zimmer und fand darin die Kätzchen Susi und Strolch und Engie; der Drache jedoch, mit dem er einen Kampf zu bestehen hatte, war ausgeflogen.

Zu den Dreien nun sagte Engie: "Ich bin gekommen, euch zu befreien, und jetzt, da der Drache fortgeflogen ist, wär's die schönste Zeit."

"Ach nein", meinte nun Strolch, "jetzt ist es nicht mehr Zeit, da der Drache jeden Augenblick zurückkehren kann. Aber was machen wir dann?"

Da sagte der Bub, er werde mit dem Drachen kämpfen, aber die Drei erwiderten, das sei unmöglich.

Endlich kämen sie auf den Ausweg, dass er den ersten Tag unter dem Bett des ersten Strolchs, am zweiten unter dem der Susi und am dritten unter dem der Engie liegen solle. Am vierten Tag aber würde der Drache, soviel ihnen bekannt sei, ohnehin ausfliegen.

Als nun am Abend der Drache heimkam und mit lautem Gepolter in das Zimmer eintrat, da schnupperte er und brüllte: "Ich rieche Menschenfleisch!"

"Ach, was dir nicht einfällt", erwiderte da Strolch, "mir ist die Brennsuppe übergegangen. Und deshalb riecht es so."

Der Drache gab sich zufrieden, legte den Schädel zwischen die Tatzen und schlief bald ein. Am nächsten Morgen aber flog er aus und verbrachte den Tag droben auf der Erde.

Der Tag nun verging dem Tummy bei den Dreien, sehr kurzweilig, und als der Abend kam, kroch er unter das Bett der Susi. Nicht lange darauf kam der Drache und trat unter lautem Gepolter in das Zimmer. Wieder schnupperte er und brüllte:

"Ich rieche, rieche Menschenfleisch!"

"Ach, was dir nicht einfällt", erwiderte da die Susi, "ich habe ein Kalb geschlachtet. Und deshalb riecht es so."

Der Drache gab sich zufrieden, legte wieder den Schädel zwischen die Tatzen und schlief bald ein. Am nächsten

Morgen aber flog er wiederum aus und verweilte den ganzen Tag unter den Menschen.

Auch dieser Tag verging dem Tummy bei seinen drei Freunden sehr kurzweilig, und als der Abend anbrach, kroch er unter das Bett der Engie. Nicht lange darauf trat der Drache mit großem Gepolter ein, schnupperte herum und brüllte:

"Ich rieche, rieche, rieche Menschenfleisch!"

"Ach", lachte die dritte Prinzessin, die er am liebsten hatte, "was dir nicht einfällt; mein Hahn ist hin geworden und der hängt in der Hütten."

Auch diesmal gab sich der Drache zufrieden, legte wieder den Schädel zwischen die Tatzen und schlief bald ein. Am vierten Morgen aber flog er schon in aller Früh aus und brüllte, dass er sehr spät heimkommen werde, weil er sehr viel zu besorgen habe.

Da rüsteten sie zur Ausfahrt. Man möge die Höllenkutsche einspannen, um eine Spazierfahrt zu machen, sagten sie; Kutscher hätten sie selber einen trefflichen. Und dann fuhren sie eiligst fort, Tummy vorn auf dem Bock, die Drei in der Kutsche. Die zwei Rappen rasten auf der Straße dahin. Da plötzlich blieben sie stehen und bäumten sich. Der schwarze Bock stand mitten auf der Straße, hielt seinen Schädel tief gesenkt und meckerte: "Meine Borste will ich haben."

Rasch holte sie Tummy aus seinen Rucksack heraus und warf sie dem Bocke zu, da sprang der zur Seite.

Nicht lange rasten die Pferde auf der Straße weiter, da flog ihnen der schwarze Hahn an den Kopf und schrie: "Kikeriki, meine Feder will ich haben."

Geschwind warf Tummy ihm die Feder hin, und weiter gings's der Stadt zu.

Da trat ihm noch das alte Weiberl in den Weg und forderte ihren Stecken ab.

Auch ihr gab er sein Stöckerl zurück und bedankte sich freundlich. Nach dem sie die Stadt erreicht hatten gelobten sie,das sie sich nie mehr trennen mögen und jetzt eine Familie suchten die sie so liebten wie sie waren eben als Hund und Katz.

Das war das Märchen für Ronny für seine vier Lieblinge......

Pscht.. das heißt aber nicht das es nicht ab und zu immer noch Zoff gibt, aber sobald sie den Teufel lachen hören ist sofort wieder Frieden im Haus.


LG.Bennji


 
Brigitte 4
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